Erste Hilfe auf dem Prüfstand


Jeder kennt’s, keiner kann’s
Erste Hilfe auf dem Prüfstand

Mehr als die Hälfte der Verkehrstoten auf Europas Straßen sterben innerhalb der ersten Minuten nach einem Unfall. Diese Zahl könnte deutlich niedriger sein, wenn Autofahrer in diesen wichtigen Minuten effektiv erste Hilfe leisten könnten. Der ADAC und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) appellieren an die Autofahrer, regelmäßig ihre Kenntnisse aufzufrischen.

Es scheitert an korrekter Durchführung

Wer hilft mir, wenn ich verletzt in meinem Auto liege? Die Antwort auf diese Frage ist nicht besonders beruhigend. Eine Euro-Test-Umfrage von ADAC und DRK offenbart: Bei den Erste-Hilfe-Kenntnissen der Deutschen besteht Auffrischungsbedarf. Zwar trauten sich drei von vier Befragten zu, am Unfallort Erste Hilfe zu leisten, doch nur jeder fünfte war in der Lage lebensrettende Maßnahmen korrekt durchzuführen. Kein Wunder – bei 38 Prozent der Befragten lag der Erste-Hilfe-Kurs mehr als zehn Jahre zurück.

Kenntnisse regelmäßig auffrischen

Die größte Unsicherheit herrschte bei komplexen Maßnahmen wie der Wiederbelebung. Bedenklich: Mehr als 71 Prozent der Autofahrer wussten nicht, wie man den Zustand eines Verletzten korrekt kontrolliert. Etwa jeder Zweite vergaß die Atmung zu checken. Im europäischen Vergleich lagen die Deutschen der aktuellen Umfrage zufolge immerhin an der Spitze im Wissen um die Erstmaßnahmen am Unfallort.

ADAC und DRK legen Autofahrern nahe, ihre Kenntnisse in Erster Hilfe regelmäßig aufzufrischen und bieten Auffrischungskurse an.

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