Tierische Wirkstoffe


Viele Wirkstoffe stammen von Tieren
Tierische Wirkstoffe
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Schlangen haben es in sich – Gift, das tötet, aber auch heilt.

Obwohl Bienen, Läuse und Schlangen sehr verschieden sind, haben sie etwas gemeinsam: Sie liefern wichtige Arznei- und Zusatzstoffe für Medikamente. Die Palette ist bunt und vielseitig.

Honig gegen Erkältung

Üblicherweise landet der Bienensaft auf Toast und Brötchen. Wenn es im Hals kratzt oder der Husten quält aber auch in Fencheltee oder heißer Milch. Und das mit gutem Grund, denn Honig löst Schleim und lindert Halsschmerzen. Daher steckt Honig vor allem in Hustensaft und Lutschtabletten. Zudem süßt er die herben Säfte und Pastillen, damit sie auch Kindern schmecken.
Schellack zum äußeren Schutz
Schellack steckt nicht nur in alten Schallplatten und Möbellacken, sondern ist auch in der Medizin ein wichtiger Zusatzstoff. Insbesondere Tabletten, die den Magen unbeschadet  passieren sollen, werden mit Schellack überzogen. Die so gewachsten Tabletten sind geschützt vor der Magensäure.

Schellack ist ein harzartiges Sekret, das weibliche Lackschildläuse abgeben. Sie leben auf Bäumen in Südostasien. Aus den Adern der Bäume saugen die Läuse Pflanzensaft, den sie schließlich in Schellack umwandeln und wieder abgeben. Neben Tabletten werden auch Lebensmittel mit diesem Harz überzogen. Schokoladendragees etwa bekommen so ihren Glanz und Äpfel oder Orangen ihre Wachsschale, die sie vor dem Austrocknen schützt.
Gesunde Gifte

Schlangengifte sind gefährlich, aber in niedrigen Dosen können sie auch heilen. Sie senken den Blutdruck, lindern Schmerzen und hemmen Entzündungen. Außerdem fördern oder hemmen sie die Blutgerinnung, je nach ihren Eigenschaften. Ersteres nützt etwa, um Wunden schnell zu verschließen und letzteres, um Blutgerinnseln und Schlaganfällen vorzubeugen. Auch verringern Schlangengifte Schmerzen bei Gelenkerkrankungen. So wird etwa bei <sondertextlink>26k01|Rheuma</sondertextlink> und <sondertextlink>26t07|Arthritis</sondertextlink> eine Mischung der Gifte von Kobra, Klapperschlange und Sandviper eingesetzt.

Um die Gifte zu gewinnen, werden Schlangen gemolken: Ihre Zähne werden in eine dünne Haut gedrückt und die Drüsen massiert. Das Gift wird gesammelt, tiefgefroren und zu Granulat zermahlen, das dann in vielen Medikamenten landet.

Schlangen, Läuse und Bienen sind nicht die einzigen Arzneistoffspender. Auch Fliegen, Fische, Rinder, Hühner oder Mäuse tragen dazu bei, dass Medikamente menschliche Krankheiten heilen können.

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